Wohnungslosigkeit vermeiden: Neue Wissensplattform hilft

Wohnungslosigkeit vermeiden: Neue Wissensplattform hilft

Mit einem gemeinsamen Aktionsplan wollen Bund, Länder und Kommunen bis zum Jahr 2030 die Wohnungslosigkeit in Deutschland überwinden. Doch wie lässt sich verhindern, dass Menschen ihre Wohnung verlieren? Wie bekommt man Wohnungslose zurück in Mietverhältnisse? Dazu gibt es viele Praxiserfahrungen von Akteuren vor Ort. Dieses Schwarmwissen ist jetzt gebündelt abrufbar.

Mit einem gemeinsamen Aktionsplan wollen Bund, Länder und Kommunen bis zum Jahr 2030 die Wohnungslosigkeit in Deutschland überwinden. Doch wie lässt sich verhindern, dass Menschen ihre Wohnung verlieren? Wie bekommt man Wohnungslose zurück in Mietverhältnisse? Dazu gibt es viele Praxiserfahrungen von Akteuren vor Ort. Dieses Schwarmwissen ist jetzt gebündelt abrufbar.

Berlin/Bonn. Eine Nationale Wissensplattform zum Thema Wohnungslosigkeit bündelt ab sofort Praxiswissen, Daten, Instrumente sowie Fortbildungs- und Vernetzungsangebote. Damit soll die Plattform dazu beitragen, die Wohnungslosigkeit in Deutschland zu überwinden, wie das Bundesbauministerium gestern (29. September 2026) mitgeteilt hat. Die neue Plattform ist Teil des Nationalen Aktionsplans gegen Wohnungslosigkeit und wird vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) betrieben.

„Es gibt bundesweit viele Erfahrungen damit, Wohnungslosigkeit zu verhindern und wohnungslosen Menschen wieder ein eigenes Zuhause zu ermöglichen“, erklärte der Leiter des BBSR, Dr. Peter Jakubowski die Idee hinter dem Projekt. „Die Plattform macht dieses Wissen auffindbar und für die Praxis nutzbar. Gute Lösungen können so schneller von einer Kommune zur nächsten gelangen.“ Das BBSR hat eine Kompetenzstelle Wohnungslosigkeit eingerichtet, welche die Plattform fachlich betreut und weiterentwickelt.

Praxisbeispiele und Vernetzung: Schwarmwissen gegen Wohnungslosigkeit

„Zum Start bietet die Plattform mehr als 150 kuratierte Inhalte zu Prävention, Hilfesystemen und Wohnraumversorgung“, erklärten BBSR und das zuständige Ministerium. „Ein Werkzeugkasten versammelt Praxisbeispiele, Checklisten, Mustervereinbarungen und Arbeitshilfen – etwa zu Housing First, zur Zusammenarbeit von Kommunen und Wohnungsunternehmen oder zur Unterstützung junger wohnungsloser Menschen.“ Hinzu kommt ein interaktives Dashboard mit statistischen Informationen.

Das Dashboard macht Ausmaß und Struktur der Wohnungslosigkeit sichtbar und ermöglicht regionale Auswertungen der Situation. Außerdem bietet die neue Plattform mit Netzwerkgruppen die Möglichkeit zur Vernetzung sowie Fortbildungsangebote für den fachlichen Austausch. So sollen alle Akteure, die an der Überwindung der Wohnungslosigkeit arbeiten, von den Praxiserfahrungen der Anderen profitieren. Die neue Wissensplattform ist online unter: www.wissen-wohnungslosigkeit.de

Dieser redaktionelle Beitrag wurde von Haus & Grund Rheinland Ruhr verfasst.

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